Was ist eigentlich… Active Directory – und warum brauchen wir das?

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Active Directory als Verzeichnisdienst im Netzwerk

Active Directory (oder kurz AD) von Microsoft ist ein sogenannter Verzeichnisdienst. Seine Aufgabe ist es, eine Grundlage für die Verwaltung von Computern in einem Netzwerk zu erschaffen. Zudem dient AD zur Verwaltung von einzelnen Anwendern, Gruppen von Nutzern, die in einem Team kooperieren und zum Auffinden von Ressourcen wie Druckern oder Kopierern in einem Netzwerk. Damit stellt Active Directory einen entscheidenden Teil des Rückgrats in einem Computernetzwerk dar.

Dieser Verzeichnisdienst ist seit Windows Server 2003 ein fester Bestandteil des Betriebssystems und damit weltweit verbreitet. Im Arbeitsalltag spielt der Verzeichnisdienst eine wichtige Rolle, auch wenn er für Anwender zumeist unbemerkt im Hintergrund seine Arbeit verrichtet.

So funktioniert ein Verzeichnisdienst

Die primäre Aufgabe eines Verzeichnisdienstes wie Active Directory ist es, Informationen zu bündeln und zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht in einer zumeist verschlüsselten Datenbank. Hier werden, ähnlich wie in einem Telefonbuch, bestimmte Daten miteinander abgelegt. Allerdings sind die Möglichkeiten, verschiedene Daten miteinander zu verknüpfen, erheblich komplexer als in einer simplen Tabelle mit zwei Werten, wie es in einem Telefonbuch der Fall wäre.

Zu einem Computernetzwerk gehören sehr viele und sehr unterschiedliche Dinge. Diese werden in einem Verzeichnisdienst als Objekte bezeichnet. Zunächst gelten alle Computer, die Bestandteil eines Netzwerks sind, als eigene Objekte. Auch sämtliche Geräte, die an einen Computer des Netzwerks oder direkt an das Netzwerk angebunden sind, werden vom Verzeichnisdienst verwaltet. Hierzu zählen beispielsweise Drucker, Plotter, Faxgeräte und die Telefone bei einer Telefonanlage, die auf IP-Telefonie basiert. Allen Geräten im Netzwerk weist der Verzeichnisdienst eine eindeutige Bezeichnung zu, zusätzlich erhalten sie bestimmte Eigenschaften, über die sie aufgefunden werden können. So weiß ein Verzeichnisdienst zum Beispiel, ob es sich bei einem angeschlossenen Gerät um einen Rechner, ein externes Laufwerk oder einen Drucker handelt. Aber die Verwaltung der vorhandenen Hardware ist nur ein Teil der Aufgaben eines Verzeichnisdienstes.

Nicht nur für Maschinen, sondern auch für Menschen

Bild von Computern, die über Netzwerk verbunden sind

Organisierte Nutzerverwaltung im Netzwerk

Die zweite wichtige Gruppe von Objekten, die Bestandteil des Verzeichnisdienstes sind, sind die Anwender. Auch diese haben eine eindeutige Bezeichnung, ihren Nutzernamen. Der Verzeichnisdienst verwaltet zusätzlich zu dieser grundlegenden Information auch weitergehende Werte, beispielsweise das vom Nutzer verwendete Passwort. Ebenfalls bietet der Verzeichnisdienst die Möglichkeit, Nutzer zu organisieren. So ist es möglich, einem Nutzer bestimmte Rechte zu gewähren oder eben auch zu verweigern. Nicht jeder Nutzer soll beispielsweise volle Zugriffsrechte auf alle Drucker oder alle Daten in einem Netzwerk erhalten.

Um die Verwaltung von Nutzern in einem Netzwerk möglichst einfach zu gestalten, können in einem Verzeichnisdienst wie zum Beispiel Active Directory, auch Nutzergruppen definiert werden. Alle Nutzer einer Nutzergruppe bekommen dieselben Rechte. Damit ist es sehr leicht möglich, die Organisationsstruktur eines Unternehmens in einzelne Abteilungen auch im Netzwerk abzubilden und somit die Kooperation innerhalb von Abteilungen und Arbeitsgruppen deutlich zu erleichtern.

Der Nutzen für den Anwender

Auch wenn Anwender nur selten bewusst mit einem Verzeichnisdienst in Berührung kommen, bietet ihnen dieser erhebliche Vorteile. Ist ein Anwender im Verzeichnisdienst gespeichert, kann er von unterschiedlichen Rechnern aus auf das Netzwerk zugreifen. Außerdem ist es ihm möglich, alle für ihn freigeschalteten Dienste überall im Netzwerk zu nutzen.

Neben der vollen Arbeitsfähigkeit im ganzen Netzwerk dient die Verwendung eines Verzeichnisdienstes aber auch der Sicherheit des Anwenders. Durch die Einschränkung von Nutzungsrechten ist es ihm beispielsweise nicht möglich, versehentlich Dateien zu verändern oder zu löschen, auf die er keinen Zugriff haben sollte. Zur praktischen Anwendung kommt dies unter anderem, wenn für Vorlagen-Dateien im Verzeichnisdienst zwar ein Lese-Recht, aber kein Schreib-Recht erteilt wurde. Ein Anwender kann die entsprechende Datei also öffnen und ansehen, sie aber nicht versehentlich verändern. Soll die Datei als Vorlage verwendet werden, erstellt der Anwender sich eine Kopie, die dann von ihm vollständig genutzt werden kann.

Auch bei der Arbeitsorganisation ist ein Verzeichnisdienst ein wichtiges Hilfsmittel. Anwender können selbst erstellte Dateien und ganze Verzeichnisse über einen Verzeichnisdienst mit einer bestimmten Gruppe, man spricht hier von einer Workgroup, teilen. Damit ist es sehr einfach, gemeinschaftlich durchgeführte Projekte leichter zu verwalten und so zu jedem Zeitpunkt die Übersicht über die erstellten Informationen zu behalten.

Der Nutzen für Administratoren

Administration der Benutzerrechte

Bei der Verwaltung eines Netzwerks spielt der Verzeichnisdienst eine erhebliche Rolle. Denn durch die Organisation der Netzwerkstruktur entsteht die Möglichkeit, Teile des Netzwerks unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammenzufassen. IT-Dienstleister haben so eine Möglichkeit, kosteneffizient bestimmte Bereiche eines Netzwerks zu administrieren. Dies kommt zum Beispiel bei der Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen oder der Erweiterung eines Arbeitsbereichs zum Tragen.

Auch stellt die Verwendung eines Verzeichnisdienstes eine gute Möglichkeit dar, um neue Netzwerkstrukturen zu planen und somit eine für den Kunden kosten- und leistungsoptimierte Lösung zu schaffen.

Was ist eigentlich… ein Backup?

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Datenbackup in einer Cloud

Backup könnte kurz und knapp auch als Datensicherung bezeichnet werden und ist ein wichtiges Thema. Viele nehmen es nicht so ernst und reagieren leider erst, wenn es schon zu spät ist. Schnell ist es passiert: Der Bildschirm friert ein und nichts hilft mehr, die Daten sind weg. Wer an eine Datensicherung gedacht hat, darf sich nun glücklich schätzen.

Wichtige Daten und vieles mehr mit einem Backup sichern

Wichtige Dokumente, berufliche und private Unterlagen, Zugangsdaten, die Diplom- oder Abschlussarbeit, unverzichtbare E-Mails, jahrelang gesammelte Fotos, die Musiksammlung, Videos usw., all das kann von einer Minute auf die andere verloren sein. Nicht jedoch, wenn ein Backup erstellt wurde. Damit kann ein Datenverlust vermieden werden, bevor es irgendwann zu spät dafür ist. Ist das Backup, also die Sicherung erfolgt, sind alle Dateien noch vorhanden. Spätestens, wenn die Festplatte oder der Computer plötzlich den Dienst verweigern, wissen Nutzer Backups zu schätzen. Um den Datenverlust, der bei vielen eine „Katastrophe“ bedeutet, zu vermeiden, sollten möglichst früh und regelmäßig Backups des Systems erstellt werden.

Bild von hard disc

Regelmäßig Sichern bringt viele Vorteile

Datensicherung ernst nehmen

Unter einem Backup wird die Speicherung von sicherungswürdigen Daten verstanden. Damit entsteht eine regelmäßige Sicherungskopie, sprich ein Abbild der relevanten Daten. Dies geschieht abseits des gewöhnlichen Speicherortes, auf einem externen Datenträger wie einer separaten Festplatte, einem Flash-Speicher, einer CD, DVD oder einem Cloud-Speicher. Wenn beispielsweise die Festplatte defekt ist oder ein Virus die Daten zerstört hat, kommt diese zum Einsatz. Um auf einem externen Datenträger Backups anzufertigen, ist eine Software erforderlich. Diese sichert alle Daten.

Warum ist ein Backup wichtig?

Die moderne Technik ist mittlerweile sehr fortgeschritten und langlebig, allerdings nicht unsterblich. Die Festplatte beispielsweise funktioniert eine bestimmte Anzahl an Betriebsstunden. Je nach Beanspruchung kann diese länger, aber auch kürzer sein. Irgendwann treten Störungen und Defekte auf. Sogar eine neue Festplatte kann in Ausnahmefällen defekt werden. Der Computer kann vielleicht nicht mehr gestartet werden, sodass kein Zugriff mehr auf die Daten besteht und sie schlimmstenfalls verloren gehen. Auch Schadsoftware wie ein Computervirus kann dies verursachen.

  • Volles Backup: umfasst jede Datei auf dem System (Abbild des jetzigen Zustands)
  • Partielles Backup: nur Teile der Daten werden gespeichert
  • Inkrementelles oder differenzielles Backup: die zu sichernden Daten werden noch weiter reduziert
Bild von Backup Server

Nicht vernachlässigen: das regelmäßige Sichern aller relevanter Daten

Ein regelmäßiges Backup, also eine Datensicherung, ist unbedingt empfehlenswert. Das Ziel besteht darin, dass wichtige Daten usw. auf einem separaten Datenträger gespeichert werden, sodass sie beim Defekt oder Verlust des Geräts wiederhergestellt werden können.

Wie oft eine Datensicherung durchgeführt wird, muss jeder für sich entscheiden, denn Defekte sind grundsätzlich bei jedem Speichermedium möglich. In Unternehmen fallen täglich deutlich höhere Datenmengen an. Eine manuelle Sicherung würde in diesem Fall zu viel Aufwand bedeuten, sodass hier zu automatisierten Lösungen gegriffen wird.

7 Fakten über Linux: Ist Linux das bessere Betriebssystem?

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7 interessante Fakten über Linux, die Sie nicht ignorieren sollten

Haben Sie es schon gewusst, dass die Zahl der Linux-Nutzer stetig zunimmt, während immer mehr Nutzer Windows den Rücken kehren und auf andere Betriebssysteme umsteigen? Viele prominente Experten sind sich darüber im Klaren, dass sich das OS in naher Zukunft als das Betriebssystem Nummer 1 etablieren und den Marktführer Microsoft vom Thron verdrängen wird. Die folgenden 7 Fakten über Linux sprechen für diese Behauptung:

Fakt Nummer 1: 85% der leistungsstärksten Computer der Welt basieren nicht auf Windows, sondern auf Linux

Vom niedlichen Logo sollte man sich nicht täuschen lassen. Linux ist schnell und sicher.

Vom niedlichen Logo sollte man sich nicht täuschen lassen. Linux ist schnell und sicher.

Dass die Mehrheit der aktuellen Supercomputer auf Linux-Distributionen wie Centos oder Ubuntu setzt, hat seine guten Gründe. Linux gilt als ein äußerst sicheres und stabiles Betriebssystem, das sich relativ einfach personalisieren lässt und gegen Viren- und andere Schadsoftware optimal geschützt ist. Aus diesem Grund werden moderne Supercomputer, die Menschenleben retten und komplizierte Forschungsprozesse vorantreiben, unter diversen Linux-Distributionen betrieben, während das Windowsbetriebssystem in erster Linie auf dem heimischen Desktop-Rechner oder bei Firmen im internen Netzwerk eingesetzt wird.
Übrigens: Die große Mehrheit der aktuellen Firewalls basiert auf Linux (oder BSD) als Betriebssystem. Viele davon sind außerdem als Opensource-Software frei verfügbar.

Fakt Nummer 2: Linux ist schnell

Ihnen wird das folgende Szenario sicherlich bekannt vorkommen: Sie haben sich endlich einen neuen Desktop-PC gekauft und sind davon begeistert, wie schnell alle Programme ausgeführt werden und wie flott das neu installierte Betriebssystem läuft. Mit der Zeit wird die Freude aber getrübt, so dass sich ein deutlicher Leistungsabfall deutlich macht.

Immer wieder gibt es unerwünschte Unterbrechungen am Computer durch lange Ladezeiten und es wird zudem immer mühseliger mehrere Programme gleichzeitig auszuführen. Ein Linux-System hat gegenüber Windows-Betriebssystemen einen deutlichen Vorteil: Linux wurde von Anfang an so konzipiert, dass es mit der Zeit einen nur minimalen Leistungsverlust aufweist, so dass das Betriebssystem, Programme und Spiele auch nach Jahren noch so gut laufen wie am Anfang.

Fakt Nummer 3: Mit Linux sparen Sie nicht nur Geld beim Betriebssystem, sondern auch bei der Hardware

Die Mindest-Hardwarevoraussetzungen für Microsoft Windows steigen mit jeder neuen Version des Betriebssystems aus Redmont. Aus diesem Grund müssen die meisten Nutzer schon nach kurzer Zeit, Budget in neue Hardware investieren, damit Programme und Spiele auch weiterhin reibungslos funktionieren. Bei Linux-Distributionen ist dies jedoch nicht der Fall. Computer mit Linux als Betriebssystem bleiben auch nach Jahren schnell und stabil, so dass Investitionen in neue Hardware nicht unbedingt nötig sind.

Fakt Nummer 4: Viele bekannte Unternehmen sind schon auf Linux umgestiegen

Bei Linux handelt es sich längst um kein Betriebssystem mehr, das nur von Nerds und Computerspezialisten genutzt wird. Heutzutage ist genau das Gegenteil der Fall. Viele bekannte Unternehmen und Organisationen, die auf der ganzen Welt vertreten sind, setzen immer mehr auf Linux als Betriebssystem. Unternehmen schätzen insbesondere die hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit von Linux. Dass Linux als Betriebssystem völlig kostenlos ist, so dass Unternehmen eine Menge Kosten an unnötigen Lizenzen einsparen können, ist spielt selbstverständlich auch eine große Rolle.

Zu den bekannten Organisationen und Unternehmen gehören:

  • Siemens
  • BMW
  • Die Deutsche Post
  • Lufthansa
  • Karstadt

Fakt Nummer 5: Mit Linux können Sie sogar Ihre Computer-Probleme effektiv lösen

Sie sind sicherlich mit der folgenden Situation konfrontiert worden: Ihr PC fährt plötzlich nicht mehr hoch und Sie wissen sich nicht zu helfen. Guter Rat in dieser und ähnlichen Situationen ist teuer, denn hier kann in der Regel nur der Fachmann helfen. Bei einem Computer der mit Linux läuft, gehören solche Probleme der Vergangenheit an, denn Linux-Betriebssysteme bietet Ihnen die Möglichkeit, das System selbständig zu analysieren.

Mit einer Linux-Distribution wie Centos, Ubuntu oder Debian können Sie nicht nur die Ursachen von Fehlermeldungen ermitteln, sondern auch Daten wiederherstellen, die sonst für immer verloren wären und das sowohl bei Windows- als auch bei Linux-Systemen.

Hier sehen Sie also, welche Vorteile Ihnen Linux als Betriebssystem bietet. Es ist sogar in der Lage komplizierte Probleme zu lösen, die Microsoft seit Jahren plagen. Linux lässt sich schnell und bequem auf einem PC installieren, so dass ein Linux-Test auf jeden Fall empfehlenswert ist.

Fakt Nummer 6: Linux gilt dank seiner innovativen Architektur als eines der sichersten Betriebssysteme

Linux als Betriebssystem ist ausgesprochen sicher.

Linux als Betriebssystem ist ausgesprochen sicher.

Bei Linux handelt es sich um ein Betriebssystem, das Ihnen ein hohes Maß an Sicherheit bietet. Obwohl über 90 Prozent aller Viren und Trojaner für Windowssysteme entwickelt werden, ist dies nicht der einzige Grund, weshalb Linux so sicher ist. Bei Windows kann man versehentlich oder absichtlich sämtliche Systemdateien verändern und sogar löschen, so dass das Betriebssystem unbrauchbar wird. Bei Linux ist dies jedoch dank der intelligenten Rechteverwaltung das Löschen oder die Manipulation von wichtigen Dateien nicht gestattet. Bei jedem Versuch, grundlegende Änderungen am System vorzunehmen, muss man bei einem Linux-System ein Administrator-Kennwort (genauer: root) eingeben, so dass stets ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet wird.

Fakt Nummer 7: Linux ist in der Regel völlig kostenlos

Eines der wichtigsten Kriterien, warum immer mehr Unternehmen und Privatpersonen auf Linux umsteigen ist die Tatsache, dass Linux in der Regel völlig kostenlos ist und unter einer Opensource-Lizenz frei verfügbar ist. Wenn man sich den großen Funktionsumfang in Kombination mit der sehr guten Sicherheit des Systems vor Augen führt und das auch noch völlig kostenlos, ist es kein Wunder, dass dieses Betriebssystem immer beliebter wird.

Na, sind Sie neugierig geworden? Auch wenn wir noch nicht ganz daran glauben, daß Linux in naher Zukunft Windows verdrängen wird, so gibt es heute schon viele Einsatzmäglichkeiten für Linux in Unternehmen – beispielsweise als Server für Websites oder im Rechenzentrum. Gerne beraten wir Sie in Sachen Opensource und Linux. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Lenovo Yogabook – Praxistest und Review

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Mit dem Yoga Book kann man entweder tippen oder zeichnen.

Erfahrungen mit dem Yogabook von Lenovo

Vor einigen Wochen bin ich über die Empfehlung eines anderen IT-Unternehmens aus der iTeam auf das Yogabook von Lenovo aufmerksam geworden. Unglaublich kompakt und leicht sollte die Mischung aus Tablet und Notebook sein – und einen ganzen Tag durchhalten. Das klang viel versprechend.

Gesagt, getan –bzw. bestellt: Am kommenden Tag lag das schmucke Yoga Book bei mir auf dem Schreibtisch und ich habe nicht schlecht gestaunt: In etwa so groß wie ein DIN A4 Blatt und tatsächlich weniger als einen Zentimeter dick. So kompakt kommt es daher.

Unboxing: Das Yogabook von Lenovo

Notigen machen: Spielend einfach und technisch cool gelöst

Notigen machen: Spielend einfach und technisch cool gelöst

Auf den ersten Blick fällt außerdem das wirklich stylische Scharnier ins Auge, das die Unterseite mit der Displayseite verbindet. Das Gelenk geht über die komplette Langseite des Notebooks und besteht aus einer Art Zahnradleiste, von denen insgesamt drei Stück dem Gerät eine 360° Grad Beweglichkeit spendieren.

Durch das flexible Scharnier kann man aus einem aufgeklappten Notebook im Handumdrehen ein Tablet machen (bei dem die Tastatur eingeklappt ist). Genauso schnell ist das Gerät zusammen geklappt und das Display sicher geschützt.

Von außen am Gerät fällt wie bei Lenovo üblich auf, daß das Gehäuse sehr gut verarbeitet ist und durch das Magnesium-Hülle gut geschützt ist. Das habe ich bereits an meinem Lenovo Thinkpad T440 und dessen Nachfolger T460 zu schätzen gelernt.

Externe Anschlüsse

Ebenfalls äußerlich fällt mir am Yoga Book auf, daß es praktisch keine externen Anschlüsse hat. Lediglich einen Mini-USB Anschluss, ein Mini-HDMI Display Anschluss und einen Klinkenanschluß als Audioausgang führen nach draußen.

Weitere Anschlüße wie etwa ein normaler USB-Port oder gar ein Anschluß für das Netzwerk-Kabel: Fehlanzeige. Ebenso fehlt die Möglichkeit einen externen DVD-Brenner oder andere externe Erweiterungen anzuschließen.

Übrigens: Die Packung des Lenovo Yoga Book hätte auch der iPhone Hersteller Apple nicht besser machen können. Ich habe selten so viel Style beim Auspacken eines neuen Gerätes wahrgenommen.

Bevor ich das Notebook in Betrieb nehme schließe ich es also mit dem mitgelieferten USB-Ladegerät erst mal ans Strom-Netz und lade es auf.

Gesamteindruck YogaBook

Mit dem Yoga Book kann man entweder tippen oder zeichnen.

Mit dem Yoga Book kann man entweder tippen oder zeichnen.

Das ist also schon mal positiv: Das Gerät wiegt also nicht nur weniger als ein Kilogramm – es braucht also auch kein separates Netzteil (wie mein Haupt-Notebook) sondern begnügt sich auf Reise mit dem Ladegerät, das ich für mein Samsung Smartphone sowieso dabei habe. Sehr gut.

Nachdem ich ausreichend Leistung in die Batterie getankt habe, kann’s also losgehen: Einschaltkopf auf der rechten Seite drücken und schon startet das vorinstallierte Windows 10 auf dem Yoga Book. Danke eingebautem 64 GB Flash Speicher erfolgt der Ladevorgang innerhalb weniger Sekunden. Klasse.

Das kleine Display ist mit 10 Zoll zwar eher etwas für die Handtasche – dafür strahlt es klar und hell und glänzt mit einer Auflösung von 1920 mal 1200 Pixel.

Nachdem Booten erscheint auch dann das Bauteil eines Notebooks, das ich bisher vermisst habe: Die Tastatur. Nun – eine Tastatur im klassischen Sinne hat das Yoga Book nicht. Vielmehr ist handelt es sich um eine absolut ebene Fläche ohne eine nennenswerte Erhebung. Sobald das Gerät startet oder der Nutzer mit dem Stift-Symbol die Tastatur aktiviert, erscheint auf der Fläche der Unterseite des Yoga Books die eigentliche Tastatur. Sie ist durch den schwarz-weiß Kontrast gut zu erkennen. Eingaben mit der Tastatur klappen auf Anhieb – auch wenn sie das sehr ungewohnt anfühlt.  Auf Dauer vermisse ich allerdings den Druckpunkt der normalen Tasten einer Tastatur.

Die Maus wird über das unterhalb der Tastatur angebrachte Touchpad gesteuert. Ein Trackpoint wie an den Thinkpads gibt es nicht. Ebenso kann man keine externe Maus anschließen.

Connectivity

Ins Internet oder ins nächste WLAN kommt man mit dem Lenovo Yogabook per WLAN oder per Sim Karte. Das WLAN unterstützt Wi-Fi 802.11 in den Standards a/b/g/n/ac; (Zweikanal (2,4 GHz und 5 GHz). In den SIM-Karten Slot des Yogabook passt eine Nano-Simkarte – mehr Platz gibt‘s nicht.

Display:

Display und Kipp-Scharnier des Yogabooks von Lenovo

Display und Kipp-Scharnier des Yogabooks von Lenovo

Das 10 Zoll Display ist wie schon erwähnt sehr klar und hell. Mit einer voreingestellten Auflösung  von 1920 x 1200 Pixeln ist es zwar nicht ganz so hochauflösend wie das aktuellste IPad – für Nutzer, die keine Lupe zum Lesen verwenden wollen (oder wie ich eine Lesebrille tragen) aber mehr als genug. Auch die 16,7 Millionen möglichen Farben sind absolut ausreichend.

Über den Micro-HDMI Connector kann man sowohl einen externen Monitor als auch einen HDMI fähigen Beamer anschließen. Für Vertriebs-Mitarbeiter, die das Yogabook mit einem kleinen portablem Mini-Beamer kombinieren wollen, ideal geeignet.

Gewicht:

Mit einem Gesamtgewicht von 690 Gramm bleibt Gewicht des Yogabook deutlich unter einem Kilogramm Masse. Es wiegt damit gerade mal 120 Gramm mehr als ein 10 Zoll Tablet und ist damit aber immer noch unglaublich viel leichter als ein kompaktes Notebook von Lenovo (Thinkpad T460 ~ 1,8 Kilogramm). Wenn man das Yogabook zum ersten Mal in Betrieb nimmt, glaubt man zunächst nicht, daß hier ein vollwertiger Computer daher kommt.

Leistung:

Im Yoga Book verrichtet eine Intel Atom CPU mit bis zu 2,4 GHz und vier Kernen ihren Dienst. Sie hat deutlich weniger Leistung als die sonst in Notebooks verbauten Celeron CPUs. Dafür braucht das Gerät aber eben auch keinen Platz für Lüfter oder andere Bauelemente die Wärme nach außen leiten.

Bei „normalen“ Nebentätigkeiten wie Surfen, Mails schreiben oder eine Präsentation reicht die CPU-Power aus. Man sollte als Nutzer eines Yogabooks darauf achten, nur eine Haupt-Aufgabe auf dem Gerät gleichzeitig zu tun.

Erweiterbarkeit des Yoga Books

Fehlanzeige. Null Prozent. Klar, wo sollte man auch einen noch so kompakten 8 Gigabyte Riegel oder gar eine kompakte SSD Platte anschließen? Nirgends. Das flache Design und die kompakte Bauform machen genau hier Abstriche: Man muss sich also schon bei der Bestellung des Yoga Books genau überlegen, ob die 4 GB Hauptspeicher und die 64 GB Flash als Laufwerk C: ausreichend sind. Dabei hat man eigentlich keine Wahl – eher ein „take it or leave it“.

Einzig  der eingebaut MicroSD Slot nimmt eine weitere SD-Karte für bis zu 128 GB Platz auf.

Einsatz als Tablet

Wenn man die Tastatur um 360° nach hinten klappt, dann wird aus dem YogaBook ein Tablet mit Windows 10 als Betriebssystem. Durch die in Windows 10 eingebaute Möglichkeit ein Onscreen Keyboard einzublenden, kann man beim Surfen im Web getrost auf die Taststur verzichten.

Vorinstallierte Software

Auf dem Yogabook sind Word, Excel und Powerpoint jeweils in der aktuellen Mobile-Variante vorinstalliert. Damit kann man auch ohne Microsoft-Konto zumindest lesend auf die Dokumente der Office Suite zugreifen. Microsoft Outlook sucht man dagegen vergeblich. – Selbstverständlich kann jeder, der eine Microsoft Office Lizenz sein Eigen nennt, die aktuelle Version von Office 2013 oder 2016 auf das Notebook installieren und anschließend nutzen. Dann natürlich auch mit Microsoft Office.

Dafür macht eine ganz andere Anwendung Lust auf mehr: Mit dem mitgelieferten Papier-Block und dem Zeichenstift kann man bei abgeschalteter Tastatur einfach darauf los zeichnen. Das Lenovo Yoga Book erstellt dann einfach eine entsprechend Skizze. Insbesonders für kreativ arbeitende Anwender sehr praktisch.

Einsatz auch unter schwierigen Bedingungen

Das Yogabook von Lenovo. Zusammengeklappt als Tablet (links)

Das Yogabook von Lenovo. Zusammengeklappt als Tablet (links)

Etwas unfreiwillig habe ich das Yoga Book einmal unter „verschärften“ Bedingungen getestet. Da meine anderen Geräte auf denen ich sonst mit Spotify Musik höre alle leer oder unauffindbar waren, habe ich das Yoga eines Sonntags mit in meine Holzwerkstatt genommen. Laut, dreckig bzw. sehr staubig – verschärfte Bedingungen. Ich wollte nur ein bisschen Musik hören, solange die Kreissäge nicht lief. Genau das leistet das Yogabook dann auch nach der obligatorischen Installation von Spotify aus dem App Store auch.

Der Sound wirkt zwar ein wenig flach durch den eingebauten Mini-Lautsprecher – aber alles in allem sehr passabel. Ebenso machte es dem Notebook wenig aus, mit schmutzigen Fingern angefasst zu werden. Diesmal war die glatte Tastatur-Oberfläche des Yoga Book ein echter Vorteil: Kurzerhand nach Ende des werkstatt-Einsatzes mit einem Brillen-Putztuch die Display und Tastaturoberfläche gesäubert – und schon war das Gerät wieder fit für den nächsten Kunden-Einsatz.

So gesehen ist das Yogabook eine passable Alternative etwa für „leichtere“ Einsätze auf Baustellen

Akkulaufzeit:

Ganz leer bekommen habe ich den eingebauten Akkus des Yogabooks an einem Tag noch nicht. Ob die vom Hersteller Lenovo angegebenen 13 bis 14 Stunden Akkulaufzeit nun wirklich stimmen, sei einmal dahin gestellt. Verglichen mit einem normalen Tablet oder meinem Thinkpad erzielt das Yoga Book aber bereits schon nach ein paar Tagen deutlich bessere Werte – wenn man der Anzeige für die Restlaufzeit des Akkus glauben darf.

Das hat mir am Lenovo Yogabook gut gefallen:

  • Sehr kompaktes Notebook– extrem flach
  • Mit 690 Gramm fast so leicht wie ein 10 Zoll Tablet
  • Die Akkulaufzeit ist mit 14 Stunden wirklich mehr als ausreichend – das Yoga Book hält damit praktisch einen ganzen Arbeitstag durch
  • Das Display ist zwar nicht besonders groß aber sehr hell und klar. Damit eignet es sich auch gut für Kunden-Präsentationen.
  • Der Straßenpreis von ca 530,- € brutto für die Windows Variante ist eine echte Kampfansage – sowohl an Apple (als alternative zum IPad) als auch an Samsung (als Hersteller von 10 Zoll Tablets). Wer lieber Android als Betriebssystem nutzt, der bekommt das YOGA Book bereits ab 449,- € (inkl.Umsatzsteuer).
  • Als Apple und iPhone Vermeider hat mir besonders gefallen, daß man mit dem Yogabook ein wirklich stylisches und praktisches Notebook in einem bekommt.

Das fand ich weniger gut:

  • Die Tastatur ist für längere Inhalt und Texte nicht meine erste Wahl. Hier greife ich lieber zu meinem normalen Notebook
  • Für rechenintensivere Aufgaben ist das Yogabook ungeeignet.
  • Aufgrund der kleinen CPU und der fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten kann man mit dem den normalen Personal Computer oder sein Haupt-Notebook nicht ernsthaft ersetzen.

Mein Fazit zum Lenovo Yoga Book:

Man  bekommt für den Preis ein gut ausgestattetes Zweit-Gerät mit echtem Potenzial für mehr. Als reines Arbeitsgerät ist mir das Yogabook zu schwach dimensioniert – sowohl bei der CPU als auch beim lokalen Speicherplatz. Als Ersatz für ein Tablet oder ein iPad (neudeutsch: Second Screen) – etwa auf Reisen oder bei Vor-Ort-Einsätzen – ist es aber vor allem aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Bauform ideal.

Wer öfters unterwegs oder auf Reisen ist, wird die mit dem Yogabook gesparten Kilos (ca 1,1 Kilogramm beim Geräte und ca 400 Gramm beim Netzteil) nicht vermissen.

Gerne beraten wir Sie zum Thema Notebook-Nutzung für ihr Unternehmen. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Hier finden Sie das Lenovo Yogabook Online:

Was ist eigentlich… OLED?

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Bild von OLED Leuchtioden

OLED ist die Abkürzung für organische Leuchtdioden: organic light emitting Diode. Immer mehr Tablet Computer und Smartphones sind mit OLED Technologie ausgestattet. Ebenso ist die der Natur nachempfundene Technologie auch bei Fernsehern und PC-Bildschirmen eine Innovation.

Organische Leuchtdioden und ihre Vorteile

Die Fluoreszenz kommt in der Natur zum Beispiel bei verschiedenen Fischarten vor. Das OLED Display basiert ebenfalls auf der Fluoreszenz und weist gegenüber klassischen Bildschirmen eine viel schnellere Reaktionszeit auf. Während die Reaktionszeiten bei vielen Bildschirmen bei rund 50 Millisekunden liegen, sind sie bei OLED Displays bei unter einer Mikrosekunde angesiedelt.

Die Reaktion erfolgt somit tausend Mal schneller als es bei herkömmlichen Technologien der Fall ist. Ebenso ist der Kostenfaktor ein Vorteil, denn diese Technologie lässt sich günstiger als normale LEDs produzieren. Sie können auf jeder Oberfläche zum Einsatz kommen und erweisen sich daher in Punkto Flexibilität als interessanter Faktor der Zukunft.

Bild von Smartphone ScreenHöhere Kontraste als bei LED und LCD

Bei geringem Energiebedarf sind die Kontraste schärfer und heben sich deutlich von LED oder LCD Bildschirmen ab. Generell kann auf eine Hintergrund Beleuchtung verzichtet werden, wodurch Geräte mit OLED sparsamer im Betrieb und damit einhergehend umweltfreundlicher im Einsatz sind.

OLED noch nicht vollständig ausgereift

Bisher hat diese Technologie eine geringere Lebensdauer als Bildschirme an LED und LCD Geräten. Die organischen Elemente nehmen Wärme und Feuchtigkeit auf, was zur Korrosion führt und so für einen höheren Verschleiß der Materialien sorgt. Früher oder später zeigen sich deutliche Farbunterschiede auf dem Bildschirm, sodass die Vorteile wie Kontrast und Reaktionszeit in den Hintergrund geraten.

Der Natur nachempfunden und ausbaufähig

Im Zeitalter der stetig neuen Technologien liegt der Fokus immer stärker auf dem Umweltschutz. Geräte sollen mehr und bessere Leistung bringen, dabei aber weniger Energie verbrauchen. Da OLED-Displays keine Hintergrundbeleuchtung benötigen, spart man Energie und kann Handys, Fernseher oder Computer mit einem weitaus geringeren Verbrauch betreiben.