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Was ist eigentlich… eine Domain?

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Was ist eine Domain?

Technisch betrachtet ist jede Internetseite über ein so genannte IP-Adresse aufrufbar. Dieses bestehen aus vier Zahlen- bzw. Adressblöcken (zum Beispiel 192.168.0.1). Da wir uns diese Zahlenblöcke nur schwer merken können, wurden Domain-Namen ins Leben gerufen. Um ein Domain korrekt aufzurufen, ist also eine gültige IP-Adresse die Grundlage.

Beispiel eines DNS Fehler

Fehlermeldung, wenn zu einer eingegebenen Domain keine passende DNS-Adresse gefunden wird

Im Grunde genommen sind Domains nichts anderes als Erinnerungshilfen, die uns das Surfen im Internet um ein Vielfaches erleichtern sollen. Genau wie IP-Adressen sind Domains einzigartig auf der Welt. Ein doppelt vergebener Name würde zum Chaos auf den digitalen Datenautobahnen führen.

Die Verwaltung von Domains sowie der dazugehörigen IP-Adressen übernimmt ein Domain-Name-System (DNS), welches eine vom Nutzer eingegebene Domain-Anfrage über den Browser übersetzt und die dazugehörige IP-Adresse abruft. Wenn das DNS eine Übereinstimmung findet, wird die entsprechende Webseite angezeigt.

Woraus besteht eine Domain?

Eine Domain setzt sich aus mindestens zwei Teilen zusammen, welche jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt sind. Hier eine kurze Erläuterung Anhand der frei gewählten Internetadresse „dasisteintest.de“: Die Top-Level-Domain (TLD) mit der Endung „.de“ zeigt an, dass die Adresse von der deutschen Registrierungsstelle „DENIC“ verwaltet wird. Vor dem Punkt befindet sich die Second-Level-Domain (SLD), deren Bezeichnung vom Inhaber selbst bestimmt werden darf.

Domainendungen Beispiel

Beispiel für verschiedene länderspezifische Domainendungen (TLDs)

Alle Domains müssen grundsätzlich aus mindestens einem und maximal 63 Zeichen bestehen. Zur Unterscheidung von TLD und SLD ist die Trennung durch einen Punkt zwingend erforderlich. Das zulässige Zeichenspektrum beläuft sich neben dem Bindestrich auf die Zahlen 0 bis 9 sowie die Buchstaben A bis Z. Umlaute sind ausschließlich in .de-Domains gestattet.

Die Vergabe und Verwaltung von Domains unterliegt keineswegs einer starren Struktur. Seit mehr als zehn Jahren wird das System permanent erweitert und bekommt zunehmend stärker einen dynamischen Charakter. Lange Zeit waren lediglich 200 Länderendungen sowie die TLDs „.net“, „.com“ und „.org“ zulässig. Mittlerweile erstreckt sich das verfügbare Portfolio auf über 1.000 Endungen, die allesamt einen speziellen Zweck erfüllen sollen.

Mit dieser Entwicklung konnte sich die internationale Organisation ICANN gemeinsam mit den nationalen Vergabestellen einen weiteren Meilenstein erarbeiten. Insbesondere Unternehmen können mit der großen Anzahl an Endungen sehr viel mehr Individualität aufbauen und eine stärkere Bindung zu ihren Kunden herstellen.

Die noch recht junge TLD „.baby“ war bereits kurz nach deren Veröffentlichung überaus beliebt. Unternehmen, die Kinderspielzeug herstellen, Organisationen sowie Blogs stürzten sich regelrecht auf diese neue Endung. Ähnlich erfolgreich war die einstige Einführung der TLS „.berlin“. Mittlerweile ist sie aus dem regionalen Raum rund um die deutsche Hauptstadt nicht mehr wegzudenken und genießt nach wie vor eine große Nachfrage.